Christian Ruppert
Direktion
Geschäftsführender Direktor
Der aus Aschaffenburg stammende Volljurist bekleidet seit August 2011 das Amt des Stiftungsvorstandes und Geschäftsführenden Direktors der Stiftung Staatstheater Nürnberg. Er ist zugleich Geschäftsführer der Staatstheater Nürnberg Service GmbH und der Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH.
Christian Ruppert verfügt über langjährige kulturpolitische Erfahrung in allen theaterspezifischen Aufgabenstellungen. Er ist Experte für Bühnenarbeitsrecht, Bühnentarifrecht, Bühnenverlagsrecht und Vertragsrecht. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind das Sozialversicherungsrecht und das Steuerrecht. Christian Ruppert ist als ehrenamtlicher Richter am Bühnenschiedsgericht München tätig.
Seine Studien der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre führten Christian Ruppert an die Universitäten in Trier und Freiburg. Zwischen 1997 und 2001 war er als Rechtsanwalt in Berlin tätig.
Die Stiftung Staatstheater Nürnberg betraut Christian Ruppert in seiner inzwischen vierten Nürnberger Amtsperiode bis zum Jahr 2031 mit der weiteren Etablierung des Staatstheaters Nürnberg als Bayerns größtem und wettbewerbsfähigstem Mehrspartentheater.
Christian Ruppert verantwortet hierzu im Rahmen eines breit angelegten Organisationsentwicklungsprozesses die Transformation des Staatstheaters Nürnberg zu einer wertebasiert aufgestellten, agil und leistungsorientiert handelnden sowie nachhaltig orientierten Unternehmensorganisation. Diese schöpft ihr Potenzial aus der Vielfalt der auf ein ganzheitliches Unternehmenskonzept geeinten Mehrspartengemeinschaft.
Mit der von Christian Ruppert initiierten Digitalstrategie und dem Leitbild des „Digitalen Staatstheaters“ beansprucht das Staatstheater Nürnberg des Weiteren die Branchenführerschaft bei der digitalen Transformation. Hier wurde mit dem Aufbau der hauseigenen Online-Magazin-Plattform „Digitaler Fundus“ ein wichtiger Meilenstein erreicht und bereits über Jahre ausgebaut. Die Etablierung der Spielstätte „Extended Reality Theater – XRT“ in der 3. Etage im Schauspielhaus als Labor für digitale Kunst ist ein weiterer zentraler Baustein für den eingeschlagenen Entwicklungsweg.
Zentraler Meilenstein auf dem infrastrukturellen und von Christian Ruppert maßgeblich mit vorangetriebenen Entwicklungsweg des Staatstheaters Nürnberg wird die Inbetriebnahme der neuen Spielstätte in der „Kongresshalle Nürnberg“ im Jahr 2028 sein. Die Stadt Nürnberg transformiert nach einem umfassenden Dialogprozess, unterstützt vom Bund und vom Freistaat Bayern, die NS-Hinterlassenschaft zu einem neuen, einzigartigen Kulturort, der Aspekte der Erinnerungskultur und der Künste aller Sparten miteinander verbindet. Hier, in einem der zukünftig bedeutendsten und innovativsten Kulturareale Europas, werden die Sparten Musiktheater und Tanz des Staatstheaters während der Erweiterung und Sanierung des Opernhauses am Richard-Wagner-Platz proben und auftreten. Dies geschieht in Kontext und Nachbarschaft zu den dort ebenfalls angesiedelten „Ermöglichungsräumen“ für die freie Kunst und Kultur sowie zum Museumsbetrieb des neu aufgestellten Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Der Nürnberger Stadtrat hat sich im Juli 2024 und im Januar 2026 mit großer Mehrheit für die Vergabe dieses Bauvorhabens an die Georg Reisch GmbH & Co. KG, Bad Saulgau, ausgesprochen. Der Entwurf für die neue Spielstätte und den Ausbau des Bestandstorsos stammt vom Stuttgarter Architekturbüro LRO GmbH & Co. KG.
Christian Ruppert prägte seine ersten drei Amtsperioden am Staatstheater Nürnberg maßgeblich durch das ÖPP-Bauprojekt „Theaterwerkstätten“, das 2014 im Nordostpark eine der modernsten Werkstattinfrastrukturen Deutschlands in Betrieb nahm. In den Jahren 2015 und 2016 führte er die Transformation der Staatstheater Nürnberg Service GmbH und Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH zu 100%-Töchtern der Stiftung Staatstheater Nürnberg durch. Die Stiftung erbringt mit den Tochtergesellschaften umfassende Servicedienstleistungen rund um Publikumsbetrieb (Ticketing, Platzmieten, Vorderhausmanagement, Gastronomie) und setzt hierbei nachhaltige Qualitätssicherung um.
Für das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz arbeitet Ruppert seit Amtsbeginn eng mit der Stadt Nürnberg an einer integrativen Stadtentwicklung: Ziel ist nicht nur die Generalsanierung des denkmalgeschützten Altbaus, sondern die Neudefinition des Kulturstandorts Richard-Wagner-Platz als urbanem Begegnungsort mit Ausstrahlung in die gesamte Metropolregion Nürnberg. Der Stadtrat bestätigte 2022 das von Ruppert maßgeblich mitinitiierte Nutzerbedarfsprogramm als finale Bedarfsplanung.
Vor seiner Berufung bei der Stiftung Staatstheater Nürnberg war Ruppert 2001–2003 Verwaltungsdirektor der Freien Kammerspiele Magdeburg und verantwortete dort die Sanierung des Schauspielhauses. Von 2004 bis 2011 war er Verwaltungsdirektor und Stellvertretender Generalintendant des Theaters Magdeburg, das als Fusionsbetrieb zweier vormals selbständiger kommunaler Theater entstand. Ruppert prägte diesen Prozess und den Wechsel vom Regiebetrieb zum kommunalen Eigenbetrieb und realisierte das Bauprojekt Zentrale Theaterwerkstätten Magdeburg.
Foto © Sebastian Lock
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