
Schauspiel
Die größere Hoffnung
von Ilse Aichinger
Regie, Choreografie: Salome Schneebeli
Sonntag, 08.03.2026
18.00 - 19.30 Uhr
Vorstellung
17.30 Uhr Einführung
anschließend Guck-Club
Schauspielhaus
Abo D
Der Guck-Club lädt im Anschluss an die Vorstellung in der 3. Etage in lockerer Runde zum Austausch und Gespräch auf Augenhöhe zusammen mit einem/einer Dramaturgin ein.
Für Zuschauerinnen jeden Alters, ganz egal ob mit viel oder wenig Theatererfahrung. Es ist keine aufeinander aufbauende Reihe, auch einzelne Termine können gerne besucht werden.
In einer Fassung von Salome Schneebeli und Paul Berg
Deutsche Erstaufführung
Ellen ist elf Jahre alt und allein. Sie sucht ihre Mutter, doch die ist bereits in Amerika. Ein skurriler Konsul verweigert Ellen die Ausreise, denn sie hat die „falschen“ Großeltern – und die falschen Großeltern zu haben, ist zu dieser Zeit gefährlich. Sie freundet sich mit einer Gruppe jüdischer Kinder an. Dass ihre neuen Freund*innen nicht auf Parkbänken sitzen dürfen, dass Schritte im Treppenhaus ihnen die Körper erstarren lassen und dass der Friedhof der einzige Ort ist, an dem sie spielen können, ist für Ellen die gespenstische, beängstigende und demütigende Realität unter den Nürnberger Gesetzen. Aus den Trümmern einer Kindheit wächst eine größere Hoffnung: Freiheit.
Bildgewaltig, erschütternd und zutiefst berührend erzählt Ilse Aichingers Roman vom Kindsein im Krieg und vom unnachgiebigen Widerstand. Entstanden im Nachkriegsjahr 1947, war das Buch ein Tabubruch und wurde erst in jüngster Zeit in seiner Bedeutung als ein Meilenstein der Nachkriegsliteratur erkannt – und wird nun in der poetischen und außergewöhnlichen Regie von Salome Schneebeli das erste Mal in Deutschland aufgeführt.
DIGITALE STÜCKEINFÜHRUNG
Team
Regie, Choreografie
Bühne
Kostüme
Komposition
Dramaturgie
Musikalische Leitung
Licht
Termine und Besetzung
Besetzung am 08.03.2026
Ellen
Hanna, Kurt, Großmutter, Anna, Herr Von Drüben, Budenbesitzer, Verkäuferin, Werkmeister, Der Liebe Augustin, König David, Soldat
Bibi, Kutscher, Zeitungsjunge, Offizier, Ellens Vater, Jan, Junger Landstreicher
Georg, Konsul, Nacht, Kolumbus, Alter Landstreicher
Herbert, Ruth, Verfolgung, Blinder, Der Liebe Augustin, Julia, Soldat
Februar 2026
März 2026
April 2026
Mai 2026
Informationen zum Kartenvorverkauf
Keine freien Plätze mehr? Sie können sich gerne auf unsere Warteliste setzen lassen! Sollten wieder Tickets für die von Ihnen angefragte Veranstaltung verfügbar sein, melden wir uns aktiv bei Ihnen. Hier können Sie unseren Kartenservice erreichen.
Pressestimmen
nachtkritik.de
„Salome Schneebeli ist etwas Erstaunliches gelungen: Sie hat für einen schwierigen Text eine Form gefunden, die die Vorlage nicht bricht oder übersetzt, sondern mit neuen Theaterbildern auf frappierende Weise akkurat fortschreibt. Und ganz neue Möglichkeiten des Verstehens oder Erfühlens eröffnet. Nachhaltig beeindruckend.“
Andreas Thamm, nachtkritik.de
Die Deutsche Bühne
„Zwei Themen bestimmen den Spielplan, den die neue Nürnberger Schauspieldirektorin Lene Grösch und ihr Team für ihren Start am Staatstheater ersonnen haben: das menschliche Bedürfnis, zu spielen, und die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte. Die jüngste Produktion, Ilse Aichingers im Jahr 1948 erschienener Roman 'Die größere Hoffnung', verbindet beide und ist ein Coup.“
Florian Welle, Die Deutsche Bühne
Art5III
„Schneebeli erzählt die Geschichte nicht einfach nach, sondern verwendet Originaltextstellen (Dramaturgie: Paul Berg) und bringt so Aichingers Sprachkraft mit zum Wirken. Abwechselnd spricht das eindrucksvoll aufspielende Ensemble, das sind Marie Dziomber als Ellen sowie Marion Bordat, Alban Mondschein, Amadeus Köhli und David Gaviria in wechselnden Rollen, die Textpassagen. Die Fünf stemmen die gesamte Inszenierung mit atemberaubender Wandlungsfähigkeit, berührender Präsenz sowie einer bestechenden Leichtigkeit.“
Elke Walter, Art5III
> Spielplan
> Digitaler Fundus
Nach oben






