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Schauspiel
Malina oder vom Verschwinden (lassen)
nach dem Roman von Ingeborg Bachmann
Regie: kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck)
Mittwoch, 28.05.2025
20.00 - 21.30 Uhr
XRT in der 3. Etage
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„Es ist eine sehr alte, eine sehr starke Wand, aus der niemand fallen kann, die niemand aufbrechen kann, aus der nie mehr etwas laut werden kann. Es war Mord.“
Ingeborg Bachmanns einziger fertiggestellter Roman „Malina“ handelt vom Verschwinden einer namenlosen weiblichen Figur: Gefangen zwischen Malina und Ivan, der ihre Liebe nicht erwidert, kämpft die Erzählerin in einem irrlichternden Text um einen Platz in einer männlich dominierten Welt und findet keinen Ort für sich. Getrieben von ihrem eigenen Begehren, der Ausdruckslosigkeit, die sie als Frau und Schriftstellerin empfindet sowie von Traumata aus dem Zweiten Weltkrieg, die sie verfolgen, mündet ihre Geschichte in der Katastrophe: Die Erzählerin wird sprachlich wie symbolisch ausgelöscht, verschwindet in einer Ritze in der Hauswand.
In dem Einpersonenstück „Malina oder vom Verschwinden (lassen)“ rekonstruieren Fabian Lettow und Mirjam Schmuck (kainkollektiv) einen Fall von Feminizid, die systematische Vernichtung von weiblichen Stimmen im Patriarchat und hinterfragen, inwiefern das männliche Prinzip in unsere eigene Sozialisierung immer schon eingeschrieben ist. Schauspielerin Karoline Reinke und Musiker*in und Sound Artist Iona W. begeben sich mithilfe eines binauralen Mikros, das räumlich präzises Hören möglich macht, auf eine akustische und emotionale Spurensuche.
> Hinweis auf sensible Inhalte
Team
Regie
Dramaturgie
Künstlerische Produktionsleitung
Licht
Termine und Besetzung
Besetzung am 28.05.2025
Musiker*in
Februar 2025
März 2025
Mai 2025
- Mi, 28.05.2025, 20.00 Uhr
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Fotos
FOTO(S) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
Donaukurier
„Das kainkollektiv bringt 'Malina' als visuell und inhaltlich anspruchsvolle Performance auf die Bühne. Mit digitalen Projektionen und feministischer Dringlichkeit wird Bachmanns Roman zum Sinnbild weiblicher Unsichtbarkeit – radikal und berührend.“
Roland Dippel, Donaukurier
> Spielplan
> Digitaler Fundus
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