Staatstheater Nürnberg
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Concert

Hans Chris­ti­an Aavik

Hans Christian Aavik

Soloist (guest)

Violine

Der gefeierte estnische Geiger Hans Christian Aavik ist Gewinner des ersten Preises beim Internationalen Carl-Nielsen-Wettbewerb 2022 und Träger des Usedomer Musikpreises. Vom Magazin „Gramophone“ aufgrund seiner „mühelos wirkenden Virtuosität und Klanggebung“ als „One to Watch“ ausgezeichnet, hat er sich rasch als einer der führenden jungen Geiger seiner Generation etabliert. Im Jahr 2025 trat Aavik an der Seite von Midori als Solist auf einer hochkarätig besetzten Tournee mit Paavo Järvi und dem Estonian Festival Orchestra auf, die anlässlich des 90. Geburtstags von Arvo Pärt stattfand. Nach viel gelobten Aufführungen von „Tabula Rasa“ im Wiener Konzerthaus, in der Tonhalle Zürich und in der Elbphilharmonie Hamburg gab Aavik sein Debüt in der Carnegie Hall. Die „New York Times“ beschrieb seinen Auftritt aufgrund der Mischung aus „schierer Energie“ und „betörender Ruhe“ als „erstaunlich“ und würdigte ihn als „geborenen Pärt-Interpreten“. Auch Aaviks Aufnahmen stießen auf große Anerkennung. Sein 2025 erschienenes Debütalbum mit Orchester – eingespielt mit dem Odense Symphony Orchestra unter der Leitung von Gemma New und mit Werken wie Bruchs Violinkonzert Nr. 1 sowie Erkki-Sven Tüürs Violinkonzert Nr. 2 (Angel’s Share) – erhielt eine Fünf-Sterne-Kritik im „BBC Music Magazine“ und wurde zur „Concerto Recording of the Month“ gekürt. Zudem nahm er für die Reihe „Rising Stars“ der Deutschen Grammophon auf der Plattform STAGE+ auf, was sein internationales Profil weiter stärkte.

Aavik ist sowohl in klassischen Meisterwerken als auch im zeitgenössischen Repertoire zu Hause; sein künstlerisches Spektrum reicht vom Barock bis hin zu neu in Auftrag gegebenen Werken. Zu den Höhepunkten zählen Mozarts „Sinfonia concertante“ mit Tabea Zimmermann und dem Ensemble Resonanz, Mozarts Violinkonzert Nr. 5 mit dem Kristiansand Symphony Orchestra unter Julian Rachlin sowie ein viel gelobter Zyklus der drei Violinsonaten von Enescu beim George-Enescu-Festival 2025 gemeinsam mit seiner Partnerin, der Pianistin Karolina Aavik. Seit Beginn der Saison 2025/26 ist Aavik als „Young Artist in Focus“ beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn tätig. Sein Engagement für neue Musik setzt sich mit einem eigens in Auftrag gegebenen Doppelkonzert von Tõnu Kõrvits fort; die Aufnahme – entstanden gemeinsam mit der Pianistin Karolina Aavik und dem Tallinn Chamber Orchestra – soll 2026 erscheinen.

Der 1998 in Tallinn geborene Aavik begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Derzeit setzt er seine Ausbildung an der Kronberg Academy bei Erik Schumann fort und ihn verbindet eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit mit Julian Rachlin. Er wurde mit dem Preis des estnischen Präsidenten für junge Kulturschaffende ausgezeichnet und zum estnischen Musiker des Jahres 2025 ernannt; er spielt auf einer seltenen Violine von Giovanni Paolo Maggini (um 1610) sowie einem Bogen von Victor Fétique – eine großzügige Leihgabe der Estnischen Stiftung für Musikinstrumente und der Familie Sapožnin.

Foto © Susann Kõomägi

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